Stoffstrom-Scanner

Mit dem superintelligenten Stoffstrom-Scanner wird jeder Abfall zum Wertstoff.

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Die Idee

Die eingesammelten Abfälle trennen und sortieren wir. Dafür nutzen wir den Stoffstrom-Scanner. Er arbeitet mit einer Künstlichen Intelligenz zusammen, die auf eine globale Datenbank zurückgreift. Sie enthält Daten über Kunststoffe und Metalle, Stoffkreisläufe, Hersteller, Lieferketten und Produkte, die weltweit industriell hergestellt werden. Egal, ob in Kigali, Chongquing oder Detroit.

Wie funktioniert das?

Optische, mechanische und chemische Sensoren analysieren die Abfälle und Altgeräte auf ihre Beschaffenheit und Zusammensetzung. Eine Künstliche Intelligenz gleicht die Ergebnisse mit den Informationen in der Datenbank ab und sorgt dafür, dass die Abfälle sortiert und in die richtigen Kanäle geleitet werden. Metalle und Kunststoffe, die recycelt werden könen, werden sortenrein gesammelt, anderes wird zur automatisierten Demontage oder zur Aufbereitung und Reparatur, alles übrige zur thermischen Verwertung geschickt.

Der Stoffstrom-Scanner wird in zentralen Sortieranlagen der BSR eingesetzt und hat dort eine Kapazität von stündlich fünf Tonnen Material. In kleiner Form steht er in den Nachhaltigkeits-Centern. Dort nutzen ihn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Zur Diagnose von Verpackungen, kaputten Spielzeugen und Altgeräten oder sonstiger, unbekannter Wertstoffe.

Was bedeutet das für Berlin?

Beinahe alle Abfälle gehen als Wertstoffe wieder in die Stoffkreisläufe ein. Sperrmüll, der sich an Straßenecken sammelt, gibt es nicht mehr. Was noch nutzbar ist, arbeiten wir auf und verkaufen es. Unrettbares wird zerlegt und wieder in die Stoffkreisläufe eingespeist.

Für zuhause gibt es die praktische Smartphone-App mit vereinfachter Funktion. Wird der Abhol-Button gedrückt, ist das Entsorgungs-Team kurze Zeit später da.

Was halten Sie davon?

Hannah Glatte Fraunhofer CeRRI

ID: 15 13.12.2019 09:26

Die Beschäftigten sahen vor allem eine Möglichkeit das Bewusstsein für den Wert der Stoffe in der Bevölkerung zu erhöhen. Daran hatten wir noch nicht gedacht.