Sensorik

Ohne Sensoren läuft nichts bei der BSR. Sie hören, sehen, riechen und messen. Die Daten, die sie ins Netzkwerk speisen, halten Berlin am Laufen!

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Die Idee

Die BSR setzt auf bedarfsgerechte Stadtreinigung. Aber woher wissen wir, wo Reinigungsdedarfe sind? Dabei helfen uns unzählige vernetzte stationäre und bewegliche Sensoren im gesamten Stadtgebiet. Die Daten, die sie sammeln, werden mit Hilfe automatisierter Software-Verfahren ausgewertet. Der Zustand Berlins wird im mehrdimensionalen Datenraum in unserer Stadtqualitäts-Zentrale abgebildet. Von hier aus werden die Einsätze und Maßnahmen in Gang gesetzt. Menschen und Maschinen arbeiten dabei Hand in Hand. Doch unsere Sensorik kann noch mehr: Sie füttert die Berlin-City-View und liefert der Berliner Stadtentwicklung wertvolle Hinweise.

Wie funktioniert das?

Fest installierte Sensoren im öffentlichen Raum, Sensoren an unseren Fahrzeugen und an den öffentlichen Abfallbehältern erheben permanent Daten. Sie registrieren Verschmutzungen und Schäden, Luftfeuchtigkeit, Temperatur,  Lichtqualität, akustische und geruchliche Belastung, Verkehr, unterschiedlichste Biodaten und vieles mehr. Sie melden kontinuierlich den Zustand im gesamten Stadtgebiet: Wo ist was los? Wo ist  Schmutz oder Lärm? Wo gefährdet illegal entsorgter Sperrmüll den Verkehr? Wo sind Grenzwerte in der Atemluft erhöht? Wo ist ein Mülleimer voll?

Die Auswertungsprogramme in unserer Stadtqualitäts-Zentrale melden, wo welche Verschmutzungen und Störungen vorliegen. Routineaufgaben werden automatisiert an die Reinigungskräfte, Fahrzeuge und RobBins weitergegeben. Besondere Belastungen werden von den Mitarbeitenden in der Stadtqualitäts-Zentrale direkt ausgelöst.

Auch die halbautonomen Helfer unserer Reinigungsteams, kleine Roboterbälle und fliegende Drohnen, sind vollgestopft mit Sensorik. Sie suchen ihre Umgebung auf Schmutz oder gesundheitliche Gefahren ab. Sind sie fündig geworden, leiten sie deren umgehende Entfernung in die Wege. Und unsere öffentlichen Papierkörbe melden von selbst, wenn sie voll sind. Dank ihrer umfassenden Sensorik kümmert sich die BSR nun auch um Parks, Wasserstraßen, Uferzonen, Abwasser-Kanäle, Denkmäler und Fassaden. Gerade für schwer zugängliche Bereiche haben wir in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut Sensoren für biologische Gesundheitsgefahren – wie Mikroplastik, gefährliche invasive Insekten oder durch Kleintiere übertragene Krankheitserreger – entwickelt.

Was bedeutet das für Berlin?

Unsere vernetzte Sensorik macht’s möglich: Wir sorgen dafür, dass nur dort gereinigt wird, wo es nötig ist. Das spart Kosten und Energie. Die gesammelten Daten nutzen wir hauptsächlich für die bedarfegerechte Reinigung und Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur. Sie sind aber auch für städtische Prävention nützlich: Indem wir die städtischen Datenströme durch spezielle Algorithmen verknüpfen und interpretieren, decken wir Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen (wie Verkehr, Architektur, Sozialraum, etc.) und bestimmten Gesundheitsrisiken auf. Und das für unterschiedliche Orte der Stadt.

Persönliche Daten aus dem öffentlichen Raum sind für uns allerdings tabu. Zertifizierte Anonymisierungsprogramme sorgen dafür, dass keine persönlichen Informationen über die Bürgerinnen und Bürger Berlins übermittelt oder Verknüpfungen zu einzelnen Personen hergestellt werden können.

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